Kultur im Römischen Reich der Spätantike

Was Kunst und Architektur in Rom bewirkten, das galt ebenso auch für das Theater und die Philosophie. Zahlreiche große Denker brachte diese Epoche heraus. Als Beispiele können hie vor allem die Philosophen stehen. Plotin begründete den Neoplatonismus. Und Augustinus gilt als der erste christliche Philosoph. Das Christentum hatte im Römischen Reich der Spätantike bereits eine wichtige Rolle übernommen. Während Diokletian die Christen noch erbarmungslos verfolgte, ließ Konstantin nur wenig später das Christentum als Staatsreligion ausrufen.

Neben Augustinus war auch Boethius, der später jedoch ermordet wurde, einer der Vorreiter unter den Philosophen und Kirchenvätern gleichermaßen. Sein "Trost der Philosophie" wurde weltberühmt.

In jener Zeit wurde auch das Fest der Saturnalien zum ersten Mal christlich begangen, was den Ursprung des späteren Weihnachtsfestes bedeutete. Zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende wurde schon lange ausgiebig im Römischen Reich gefeiert. Nun kamen erstmals religiöse Feierlichkeiten hinzu. Der Kirchenvater Gregor von Naziant aus der Römischen Provinz Kappadokien in Kleinasien äußerte sich, dass man das Fest nicht mehr "Weltlich, sondern Göttlich" feiern sollte.