Frühchristliche Kunst in der Spätantike

Einen ganz bedeutsamen Anteil an der Kunst und Kultur der Spätantike hatte das Christentum. Wenn man von Kultur spricht, dann dürfen auch die christlichen Katakomben nicht ausgespart werden. Denn diese dienten nicht nur als Verstecke während der Christenverfolgung, sie waren auch die Begräbnisstätten der Christen. Während die Römer vor allen Dingen Urnengräber benutzten, ließen die Christen ihre Toten vor den Toren Roms in den Katakomben unterirdisch beerdigen.

Die Katakomben wurden zu Zufluchtsstätten, doch wurden dort auch Gottesdienste abgehalten. Teilweise wurden die Katakomben mit Wandgemälden verziert. Hier wurde große Kunstfertigkeit bewiesen. Das Deckengemälde in der Katakombe des Heiligen Petrus und Marcellinus in Rom ist hierfür vielleicht das heraus ragende Beispiel. Auf dem Deckengemälde aus dem 4.Jahrhundert nach Christus werden zahlreiche Szenen aus der Bibel, wie Jona und der Wal oder die Kreuzigung Christi künstlerisch beschrieben.

Ein ganz wesentlicher Zug der frühchristlichen Kunst ist auch die Schematisierung. Nur so konnten in dieser zeit Symbole wie der Fisch als Zeichen Christi in den Gebrauch der Menschen eingehen.

Auch die heute noch gebräuchliche Abkürzung für Jesus Christus mit dem "Chi Rho" entstand in dieser Zeit. Solche Zeichen wurden sowohl als Vereinfachung als auch Geheimzeichen während der Christenverfolgung verwendet und später einfach übernommen.