Die bedeutendste Kirche des Oströmischen Reiches die Hagia Sofia

Noch heute ist sie der Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt im jetzigen Istanbul: die Hagia Sofia, welche ab dem Jahre 532 nach Christus im damaligen Byzanz und ehemaligen Konstantinopel erbaut wurde. Mit Abstand ist die Hagia Sofia das größte Monument der Byzantinischen Architektur.

Schon damals berichtete der Zeitzeuge Prokop, ein Historiker, begeistert von der Rundkuppel der Kirche, welche sie so einzigartig mache. Es sei die "Harmonie der Abmessungen", welche so viel bewirke und die Hagia Sofia so besonders mache, so Prokop.

Anthemios von Tralles und Isidoros von Milet waren die beiden außergewöhnlichen Architekten, die mit Hilfe ausgeklügelter mathematischer Berechnungen dieses Meisterwerk der Kunst entstehen ließen.

Es war Kaiser Justinian, der mit diesem Bauwerk den Status Ostroms enorm festigte. Er wollte damit alles bisher dagewesene übertreffen. Bei der Grundsteinlegung soll Justinian der Satz "Salomo, ich übertreffe dich." heraus gerutscht sein. Fest steht, dass er ein einzigartiges Bauwerk schuf. Ein Gebäude, das noch heute über Istanbul aufragt und ehrfürchtig macht vor der Architektur, welche das Römische Reich hervorbrachte.

Die Spätantike war für das Römische Imperium eine Zeit der Umbrüche. Immer wieder wurde es durch einfallende Volksstämme bedroht. Die Macht verschob sich von Rom nach Byzanz. Und auch wenn sich die Kunst während dieser Zeit deutlich veränderte, sind all die Werke der Spätantike auch heute noch als das zu sehen, was sie schon für die Römischen Bürger waren: Monumente für die Ewigkeit.