Die Kunst der frühen Spätantike

Dass das Römische Reich eine Hochburg der Kunst war, ist hinlänglich bekannt. Dank seines Reichtums und der vielen Bürger, welche dem wohlhabenden Geschlecht der Patrizier angehörten, war es möglich, dass sich die Menschen dem Vergnügen hingeben konnten. So war es erst möglich, dass Interesse für das herrscht, was als Kultur bezeichnet wird. Der Grund warum diese im Norden Europas weniger ausgeprägt war, liegt schlicht in der Tatsache, dass die Menschen mehr damit beschäftigt waren, ums tägliche Brot zu kämpfen.

Rom hatte eine Schicht, welche die Kultur und Kunst schätzte und förderte. Dazu gehörten selbstverständlich Kaiser und Adel, oft genug aber auch Konsuln und wohlhabende Bürger.

Allerdings muss in der Spätantike gesehen werden, dass das Römische Reich durchaus schon "Risse" bekam, welche später seinen Niedergang fördern sollten. Allerdings wollte diese Risse keiner bemerken. Das Römische Reich ließ seinen Reichtum und seine Macht in Italien selbst, aber vor allem auch in den Provinzen alle Bewohner deutlich spüren. Macht durch Machtdarstellung, hieß es da oft. Und doch wurde in der Spätantike im Weströmischen Reich deutlich, dass sich der Fokus der Macht nach Osten hin verschob. Dass immer neue Herrscher im Römischen Reich keine kontinuierliche Kunstförderung mehr zuließen und deshalb auch die Vielschichtigkeit der Kunst abnahm. Vor allem handelte es sich bei den Werken dieser Zeit um "Propagandakunst".