´╗┐ Die Architektur als Spiegel der Macht

 

 

 

     
 

Die Architektur als Spiegel der Macht

Vor allem in der Architektur des 3. und 4. Jahrhunderts nach Christus ist dies deutlich zu sehen. ├ťberall im Reich - ob Libyen, Tunesien, ├ägypten oder Kleinasien - erhoben sich riesige Amphitheater und Kollosseen. In diesen fanden auch jene ber├╝hmten Gladiatorenk├Ąmpfe statt, welche denen im R├Âmischen Kollosseum in nichts nachstanden. Die prachtvollen Bauwerke - in denen auch Theaterauff├╝hrungen stattfanden - erhoben sich oft wie eine Burg aus dem W├╝stensand und hinterlie├čen so einen dementsprechend m├Ąchtigen Eindruck.

Spezifisch f├╝r die R├Âmische Architektur dieser Zeit ist die Anleihe bei den Griechen. Fast alle R├Âmischen Architekturformen haben dort ihren Ursprung. Allerdings bekamen die Bauwerke bei den R├Âmern eine ├╝beraus strenge Achsensymmetrie. Beispielhaft hierf├╝r ist der Jupitertempel in Baalbek im Nahen Osten, welcher mit seinen Kolonnaden und der langen Treppenflucht eher an die antiken Tempel in Athen erinnert als an die typisch R├Âmische Architektur.

Teilweise waren es aber auch die monumentalen Bauprojekte, welche dem R├Âmischen Reich eher Schaden zuf├╝gten. Die Kaiser wollten ihre Macht anhand von immer pomp├Âseren Bauten zeigen. So lie├č Kaiser Diokletian riesige Thermen in Rom erbauen, welche monumentale Ausma├če haben. Die W├Ąnde im Inneren der Thermen wurden mit Wandmalereien und Mosaiken aus wertvollen Steinen und Kacheln gestaltet.

Die Porta Nigra in Trier ist ein anderes Beispiel f├╝r Architektur der Sp├Ątantike. Und zwar diente dieses fast einsch├╝chternd wirkende Stadttor der R├Âmischen Provinzstadt als Befestigung gegen die "Barbaren", welche mit ihren Einf├Ąllen Rom mehr und mehr bedrohten.

Die Zeit der Defensive gegen├╝ber Goten und Vandalen hatte schon begonnen.